Das ist Piper, eine englische Tinker-Stute. Wir sind zu Piper gekommen, weil Evida auf sich allein gestellt war. Piper war auf dem Platz, von dem wir sie bekamen, gedeckt worden. Sie war sehr verschlossen gegenüber Menschen und Tieren, hatte einen Berg von Traumata und war noch völlig grün. Und doch wollten wir sie haben. Als sie bei uns ankam, entdeckten wir sehr schnell ein paar Traumata. Sie hatte ein Halfter, das in ihre Nase hineingewachsen war, so dass sie nicht normal fressen konnte und knabbern musste. Infolgedessen war sie sehr dünn und hatte keinerlei Muskeln. Sie war auch nicht sozial, was auf eines ihrer vielen Traumata zurückzuführen ist. Also ergriff Piper ihre Chance und wurde die Prinzessin des Essens (ihr Name ist auch offiziell Pie Princess).


Dann, im Frühjahr, kam Melissa, ihr kleines Monster, Piper 2.0, nämlich O’Malley. Mit Melissa wurde es besser und sie ging wieder jeden Tag mit. Piper war so glücklich! Nach ein paar Monaten hatte Melissa wieder einen Rückfall und hatte auf nichts mehr Lust, auch nicht auf Pferde. Melissa ließ nun noch mehr Pferde im Stich. Sie war so wütend auf sich selbst, denn WIE konnte sie die Pferde nur so im Stich lassen! Und dann kam der Tag, an dem sie die gute Nachricht erhielt, dass wir umziehen würden! Melissa war wieder in ihrer Gunst und ging wieder jeden Tag mit den Pferden. Die Pferde waren so glücklich!
Im Juli 2016 war es dann soweit, wir sind umgezogen! Endlich sind die Pferde zu Hause und haben ihren eigenen Reitplatz! Die Pferde haben sich hier so sehr verändert! Sie sind entspannt und fühlen sich wohl in ihrer Haut, sie sind verspielt und energiegeladen und super muskulös! Mit Piper konnte Melissa auch endlich wieder aufsteigen. Also hat sie wunderbar mit der Bodenarbeit begonnen und wow, was für einen guten Job sie bis zum heutigen Tag macht! Aber dann kam der Tag, an dem sie sie zum ersten Mal wieder reiten wollte. Wie schlecht das lief! Sie geriet in einen schlimmen Streit mit ihr und beide waren frustriert. Das konnte doch nicht sein, also ging alles raus. Aber Melissa wollte bei ihrem eigenen Weg bleiben. Also Training ohne ein bisschen! Dabei ist sie auch immer geblieben. Und Schritt für Schritt ging es besser und besser.

Und dann sind wir beim heutigen Tag angekommen. Melissa reitet am Halsband durch die Halle und bei Ausritten am lockeren Zügel, Piper und Melissa fliegen über die Feldwege, können klassisches Horsemanship vom Boden aus und unter dem Sattel (am Boden in Freiheit oder am Seil), sie können alles zusammen in Freiheit machen, sie kann jetzt super hoch springen und ihre Bindung ist unzerbrechlich. Piper macht alles für Melissa und Melissa macht alles für sie, zusammen sind sie ein Team und nichts ist zu schwierig oder beängstigend für sie. Sie genießen es, zusammen zu sein. Piper ist jetzt verspielt, sozial, verschmust und rennt die Sterne vom Himmel. Trotzdem bleibt Piper Piper und Melissa liebt das. Sie hat ihre Macken und mag immer noch keine anderen Menschen oder Tiere, aber sie ist schon viel sozialer als früher. Sie sind noch lange nicht am Ziel, aber in diesen wenigen Jahren sind sie schon so weit gekommen! Sie ist Melissas Seelenpferd und ihre allerbeste Freundin. Und trotzdem ist sie die beste Mutter, die sich O’Malley wünschen kann. Melissa ihr Muskelpaket!

