Das ist Melissas hübscher Tinker-Wallach O’Malley. O’Malley ist also der Sohn von Piper. Er wurde bei uns geboren, und so konnten wir ihn von Geburt an aufwachsen sehen. Er war von Anfang an ein guter Junge und ein echter Hengst. Er wusste auch sehr genau, wie stark er war und hat das sehr schnell gegen einen eingesetzt. Er ist ein wirklich dominanter Schlingel und deshalb hatte Melissa in seinem ersten Jahr Angst vor ihm. Eigentlich war Melissa noch jung und hatte große Angst, vor allem vor ihm, weil er schon sehr dominant und groß war.
Melissa versuchte, so viel wie möglich mit ihm zu machen, aber ihre Angst kam ihr zu sehr in die Quere. Also sagte sie, dass sie ihn später noch einmal nehmen würde, wenn sie beide etwas älter waren, und dann würde sie es wirklich tun. Das einzige Problem war, dass er anfing, ein richtiger Hengst zu werden, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als ihn kastrieren zu lassen. Seitdem hat das Beißen nachgelassen und er tritt nicht mehr.
Dann kam der Tag, an dem wir umzogen. Das Verladen von O’Malley war eine Katastrophe! Er dachte, er würde sterben, wenn er die Heckklappe berührte, und so wurde er tatsächlich rückwärts geworfen. Als er die Heckklappe berührte, fand er es gar nicht mehr so schlimm und ging direkt hinein. Dann kamen sie an, und Melissa begrüßte sie hier. Wie herrlich entspannt sie waren, sogar nach einer langen Reise.
Nach 2 Monaten Ruhe wollte Melissa immer noch mit ihm anfangen. Immerhin war er jetzt schon 2 Jahre alt. Er war viel ruhiger und biss auch nicht mehr wirklich. Melissa nahm ihn am Strickhalfter und nahm auch Piper mit, da er es noch nicht gewohnt war, alleine zu gehen. Melissa machte ein paar Grundübungen und wow! das klappte super. Von da an begann sie zu üben und zu üben. Eines Tages drehte sich etwas für sie, und all ihre Ängste waren verschwunden. Es klappte jedes Mal besser und besser.



Und dann kommen wir zu heute. Er kann schon so viel, von der Losgelassenheit bis zum klassischen Horsemanship vom Boden aus hier und da, und er kann alles alleine machen, sogar nach draußen und alleine in den Anhänger gehen (er hat 100% Vertrauen in Melissa und sie in ihn). Er ist immer für sie da und ist das fleißigste Pferd, das sie kennt. Er sieht seiner Mutter sehr ähnlich und zeigt das auch nur zu gerne. Er ist sogar beleidigt, wenn Melissa ihm einen Tag Ruhe gönnt. Und selbst dann kommt er im Galopp auf sie zu, um ihr einen Kuss und eine Umarmung zu geben. Er ist ihr bester Freund! Vom Verhalten her ist er seiner Mutter sehr ähnlich. Er ist sehr arbeitswillig, aber auch sehr schüchtern. Anderen Menschen gegenüber ist er nicht immer lieb und kann plötzlich beißen. Melissa hingegen beißt er nie, und auch Kindern gegenüber ist er sehr lieb und würde nie etwas tun. Auch anderen Tieren gegenüber ist er nicht immer sozial, aber meistens schon. Er wird aber sehr schnell eifersüchtig und kann sehr wütend auf die anderen werden. Ansonsten ist er ein echter Schatz, der Melissa immer zum Lachen bringt. Er tut immer sein Bestes für sie, und sie ist sowieso so verliebt in ihn! Früher wollte sie immer einen braun-grauen Tinker-Wallach haben. Und sieh ihn dir an, wie er da steht! Ihr schöner Kumpel!

